Viele sexuelle Übergriffe werden an alkoholisierten und/oder beeinträchtigten Mädchen und Frauen begangen. Der Begriff K.O. Tropfen wird in diesem Zusammenhang als Sammelbegriff für unterschiedlichste Substanzen verwendet, die betäubende Wirkung haben und das Gedächtnis beeinträchtigen, oder auch vollständig außer Kraft setzen. Zu diesen Stoffen gehören beispielsweise Psychopharmaka, Narkotika, Schlafmitteln, oder auch das sogenannte „Liquid Ecstasy“, um nur einige davon zu nennen. Diese Substanzen sind vor allem in der Drogen- und Partyszene und in Diskotheken weit verbreitet. Aber auch auf privaten Feiern kommt es vor, dass diese gezielt eingesetzt werden.

Die Dauer der Nachweisbarkeit ist je nach Substanz sehr unterschiedlich, in der Regel sollte eine Blut- und Harnabnahme, bzw. eine toxikologische Analyse jedoch möglichst rasch erfolgen.

Einen absoluten Schutz gegen K.O. Tropfen gibt es nicht, aber Sie können für sich wirksame Vorsichtmaßnahmen treffen, z.B.

  • Lassen Sie ihr Getränk nicht unbeaufsichtigt stehen.
  • Nehmen Sie keine offenen Getränke von Leuten an, die sie nicht kennen.
  • Achten Sie auf Personen, die sich verdächtig Ihrem Glas nähern.
  • Mit FreundInnen kommen, mit FreundInnen gehen ist eine der besten Schutzmöglichkeiten.

Wirkung von K.O. Tropfen

Die Wirkung von K.O. Tropfen kann sehr schnell, oder auch verzögert eintreten, und sie kann unterschiedlich lang anhalten. Bestimmte Anzeichen können auf eine Verabreichung von K.O. Tropfen hinweisen, beispielsweise

  • Schwindelgefühle, Kreislaufstörungen
  • Schweißausbrüche, Übelkeit, Erbrechen
  • Wahrnehmungsstörungen
  • Gefühl der Willenlosigkeit, Einschränkung der Beweglichkeit bis hin zur Regungslosigkeit
  • Panik- und Angstgefühle
  • Konzentrationsschwierigkeiten, Blackouts und Erinnerungslücken

Was tun, wenn dir K.O. Tropfen verabreicht wurden?

  • K.O. Tropfen sind nur ca. 12 Stunden im Körper nachweisbar.
  • Reagieren Sie schnell und wenden Sie sich an FreundInnen oder ans (Bar-)Personal.
  • Holen sie sich ärztliche Hilfe und informieren Sie diese über Ihren Verdacht.
  • Lassen Sie sich Blut- und Harnprobe abnehmen.
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