Sexuelle Belästigung in Ausbildung und am Arbeitsplatz erkennen.

Webinar mit Sara Hassan, Autorin von ‚Grauzonen gibt es nicht!‘

Wie wir uns als Gesellschaft gegen sexuelle Belästigung einsetzen können und besser darin werden, gegen Machtmissbrauch aufzustehen

Was ist noch ein Flirt und was ist schon ein Übergriff? Diese Frage wird seit Beginn der #metoo-Bewegung besonders oft gestellt. Angeblich wäre es unmöglich, darauf eine Antwort zu finden: Das Problem sei unauflösbar, alles würde sich in einer undurchdringlichen Grauzone bewegen, so das beliebte Argument. Tatsächlich lässt sich so nur argumentieren, wenn erfahrungsbasiertes Wissen um Machtmissbrauch völlig aus der Unterhaltung ausgeblendet wird. So werden die allgegenwärtigen Mythen rund um sexuelle Belästigung und Machtmissbrauch oft unhinterfragt weitergegeben. Genau hier interveniert „Grauzonen gibt es nicht“: Mit dem eigens dafür entwickelten Red Flag System gibt es erstmals ein Früherkennungssystem, um die ersten Anzeichen von Machtmissbrauch zu identifizieren.

Was ist noch ein Flirt und was ist schon ein Übergriff? Diese Frage wird seit Beginn der #metoo-Bewegung besonders oft gestellt. Angeblich wäre es unmöglich, darauf eine Antwort zu finden: Das Problem sei unauflösbar, alles würde sich in einer undurchdringlichen Grauzone bewegen, so das beliebte Argument. Tatsächlich lässt sich so nur argumentieren, wenn erfahrungsbasiertes Wissen um Machtmissbrauch völlig aus der Unterhaltung ausgeblendet wird. So werden die allgegenwärtigen Mythen rund um sexuelle Belästigung und Machtmissbrauch oft unhinterfragt weitergegeben. Genau hier interveniert „Grauzonen gibt es nicht“: Mit dem eigens dafür entwickelten Red Flag System gibt es erstmals ein Früherkennungssystem, um die ersten Anzeichen von Machtmissbrauch zu identifizieren.Mit diesem Blick sieht das Bild ganz anders aus: Sobald die systematischen  Machtdynamiken aufgeschlüsselt sind, die Perspektive von Betroffenen berücksichtigt und die Verantwortung für Übergriffe an die richtige Adresse — nämlich die der Täter_innen — gebracht wird, stellt sich heraus: So grau ist die Grauzone gar nicht. 

Und: Das Problem geht uns alle an. Denn in den meisten Fällen sexueller Belästigung hätte es nämlich alles geändert, wenn eine Person nicht weggeschaut, sondern eingegriffen hätte. 

Unser gemeinsames Ziel ist es daher, alle in die Pflicht zu nehmen, den Blick für machtmissbräuchliche Dynamiken zu schärfen und Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen. 

Im Zuge des Vortrags werden Antworten auf die folgenden Fragen erarbeitet: Wie können wir als Gesellschaft besser darin werden, Machtmissbrauch rechtzeitig zu erkennen und dagegen aufzustehen? Wie können Zeug_innen von Belästigung aktiv werden? Welche konkreten Handlungsstrategien gibt es? Welche klassischen Mythen, die uns oft daran hindern, uns einzumischen, müssen wir genauer unter die Lupe nehmen? All dieser Fragen nimmt sich der Vortrag zum Buch „Grauzonen gibt es nicht“ an.